Unscharfes Sehen
Details und Konturen erscheinen weniger scharf. Häufig bessert sich dies durch eine passende Brille oder eine Stabilisierung des Tränenfilms.
Beginne bei deiner persönlichen Frage und finde verständliche Informationen zu möglichen Einflussfaktoren, sinnvollen Beobachtungspunkten und nächsten Schritten.
Augen
Verschwommenes Sehen bedeutet, dass Konturen, Schrift oder Gegenstände nicht mehr klar und scharf erscheinen. Manchmal steckt lediglich ein instabiler Tränenfilm, eine überanstrengte Augenmuskulatur oder eine nicht mehr passende Sehhilfe dahinter. Plötzliche, einseitige oder von weiteren Beschwerden begleitete Sehstörungen können jedoch auf eine akute Erkrankung des Auges, der Netzhaut, des Sehnervs oder des Gehirns hinweisen.
Wird das Sehen nach dem Blinzeln kurz klarer, kann eine trockene oder ungleichmäßig benetzte Augenoberfläche beteiligt sein. Entwickelt sich die Sehverschlechterung langsam, kommen auch Fehlsichtigkeit, Alterssichtigkeit oder eine Linsentrübung infrage. Plötzlich verschwommenes Sehen, Gesichtsfeldausfälle, Lichtblitze, viele neue schwarze Punkte, starke Augenschmerzen oder neurologische Symptome müssen sofort medizinisch abgeklärt werden.
Einordnung
Bei verschwommenem Sehen erscheinen Einzelheiten weniger deutlich als gewohnt. Buchstaben können ineinanderlaufen, Konturen wirken unscharf oder Gesichter lassen sich schlechter erkennen. Die Veränderung kann nur in der Nähe, nur in der Ferne oder in allen Entfernungen auffallen.
Verschwommenes Sehen ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom. Es kann durch eine Störung der Lichtbrechung, eine Veränderung von Hornhaut oder Linse, eine Erkrankung der Netzhaut, eine Beeinträchtigung des Sehnervs oder eine Störung der Sehbahn im Gehirn entstehen.
Details und Konturen erscheinen weniger scharf. Häufig bessert sich dies durch eine passende Brille oder eine Stabilisierung des Tränenfilms.
Gerade Linien wirken wellig, Buchstaben verzogen oder Gegenstände verändert. Dies kann auf eine Veränderung im Bereich der Makula hinweisen.
Ein Bereich wird dunkel, grau oder gar nicht wahrgenommen. Kleine Ausfälle werden manchmal zunächst nur als Unschärfe beschrieben.
Ein Gegenstand erscheint zweimal. Doppelbilder sind von einer allgemeinen Sehunschärfe zu unterscheiden und müssen bei plötzlichem Auftreten rasch untersucht werden.
Mögliche Auslöser
Die möglichen Ursachen reichen von häufigen Fehlsichtigkeiten bis zu akuten Erkrankungen von Netzhaut, Sehnerv oder Gehirn. Verlauf, Seitenverteilung und Begleitsymptome helfen bei der ersten Einordnung.
Entfernte Gegenstände erscheinen unscharf, während das Sehen in der Nähe häufig besser funktioniert.
Besonders das Sehen in der Nähe kann anstrengend oder unscharf sein. Bei stärkerer Ausprägung ist auch die Fernsicht betroffen.
Eine ungleichmäßige Wölbung der Hornhaut kann Konturen in mehreren Entfernungen verzerren oder unscharf erscheinen lassen.
Mit zunehmendem Alter verliert die Augenlinse an Flexibilität. Kleingedrucktes muss weiter weggehalten werden und das Scharfstellen in der Nähe fällt schwerer.
Eine veränderte Sehstärke, falsch zentrierte Gläser oder eine ungewohnte Mehrstärkenbrille können Unschärfe, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl verursachen.
Trockene, verschmutzte, beschädigte oder schlecht sitzende Kontaktlinsen können die Sicht wechselnd verschlechtern und die Hornhaut reizen.
Ein instabiler Tränenfilm verursacht häufig eine schwankende Unschärfe, die sich nach dem Blinzeln vorübergehend bessert.
Zum Ratgeber „Trockene Augen“Selteneres und unvollständiges Blinzeln kann den Tränenfilm destabilisieren. Zusätzlich können Konzentration und dauerndes Nahsehen die Augen belasten.
Eine zunehmende Trübung der Augenlinse führt meist langsam zu unscharfer Sicht, Blendempfindlichkeit, schwächeren Kontrasten und Lichthöfen.
Kratzer, Fremdkörper oder chemische Reizungen können plötzliches verschwommenes Sehen, Schmerzen, Tränenfluss und Lichtscheu auslösen.
Eine Keratitis kann mit Rötung, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und Sehverschlechterung auftreten. Kontaktlinsenträger haben bei bestimmten Infektionen ein erhöhtes Risiko.
Eine Uveitis kann verschwommenes Sehen, Augenschmerzen, Rötung, Lichtscheu und kleine bewegliche Punkte verursachen.
Ein chronisches Glaukom verursacht häufig lange keine deutlichen Beschwerden. Ein akuter Druckanstieg kann dagegen starke Schmerzen, Übelkeit, Rötung, Lichthöfe und Sehverschlechterung auslösen.
Veränderungen der Netzhautmitte können das zentrale Sehen verschlechtern. Gerade Linien können verzerrt oder unterbrochen wirken.
Diabetes kann Blutgefäße der Netzhaut schädigen. Schwankende Blutzuckerwerte können zudem zeitweise die Brechkraft der Augenlinse verändern.
Lichtblitze, viele neue schwarze Punkte, Schatten oder ein dunkler Vorhang können einer Sehverschlechterung vorausgehen.
Der Verschluss einer Netzhautarterie oder -vene kann eine plötzliche, meist schmerzlose und häufig einseitige Sehverschlechterung verursachen.
Eine Optikusneuritis kann zu einseitiger Unschärfe, schwächeren Farben und Schmerzen bei Augenbewegungen führen.
Flimmern, Zickzacklinien, Lichtmuster oder blinde Bereiche können sich allmählich entwickeln und wieder zurückbilden. Kopfschmerzen können folgen, müssen aber nicht auftreten.
Ein niedriger Blutzucker kann verschwommenes Sehen, Zittern, Schwitzen, Herzklopfen, Konzentrationsprobleme oder Verwirrtheit verursachen.
Beim raschen Aufstehen können vorübergehend Schwarzwerden vor den Augen, Benommenheit oder Sehunschärfe auftreten.
Plötzliche Seh- oder Gesichtsfeldausfälle können zusammen mit Sprachstörungen, Lähmungen, Taubheit, Schwindel oder Gangunsicherheit auftreten.
Manche Arzneimittel können den Tränenfilm, die Pupillenweite, die Akkommodation oder den Augeninnendruck beeinflussen. Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt werden.
Akuter Beginn
Eine Sehverschlechterung gilt als plötzlich, wenn sie innerhalb von Sekunden, Minuten, Stunden oder wenigen Tagen entsteht. Auch wenn noch Umrisse oder Licht wahrgenommen werden, kann eine akute Erkrankung vorliegen.
Möglich sind unter anderem ein Gefäßverschluss, eine Netzhautablösung, eine Blutung im Auge oder eine neurologische Durchblutungsstörung.
Denkbar sind eine Hornhautverletzung, Entzündung, ein akuter Glaukomanfall oder eine Erkrankung des Sehnervs.
Eine wenige Minuten anhaltende Verdunkelung oder Sehverschlechterung eines Auges kann durch eine vorübergehende Durchblutungsstörung verursacht werden und muss dringend abgeklärt werden.
Migräneaura, Kreislaufprobleme oder Stoffwechselstörungen sind möglich. Neuartige Beschwerden lassen sich ohne Untersuchung jedoch nicht sicher zuordnen.
Seitenvergleich
Eine einseitige Störung spricht eher für eine Ursache im Auge oder Sehnerv. Dazu gehören Hornhautprobleme, Netzhauterkrankungen, Gefäßverschlüsse und Sehnerventzündungen.
Beidseitige Unschärfe kann durch Fehlsichtigkeit, trockene Augen, Medikamente, Stoffwechselveränderungen oder eine Störung hinter der Kreuzung der Sehbahnen entstehen.
Fehlt auf beiden Augen dieselbe Seite des Gesichtsfeldes, kann die Sehbahn im Gehirn betroffen sein. Betroffene nehmen dies manchmal nur als undeutliche oder unvollständige Sicht wahr.
Prüfen Sie jedes Auge einzeln. Eine Störung kann im Alltag unbemerkt bleiben, weil das besser sehende Auge sie teilweise ausgleicht.
Häufige Ursache
Der Tränenfilm bildet die erste optische Oberfläche des Auges. Ist er ungleichmäßig verteilt oder reißt er zu schnell auf, wird das einfallende Licht nicht mehr gleichmäßig gebrochen. Dadurch kann die Sehschärfe innerhalb kurzer Zeit schwanken.
Kontaktlinsen liegen im Tränenfilm und können dessen Stabilität beeinflussen. Ablagerungen oder lange Tragezeiten verstärken die Unschärfe häufig.
Geeignete Tränenersatzmittel, vollständiges Blinzeln und das Vermeiden direkter Luftströme können helfen. Bleibt die Sicht trotz Blinzeln und Benetzung verändert, muss nach anderen Ursachen gesucht werden.
Zum ausführlichen Ratgeber „Trockene Augen“Digitaler Alltag
Beim konzentrierten Blick auf einen Bildschirm sinkt häufig die Blinkrate. Gleichzeitig werden Lidschläge öfter unvollständig ausgeführt. Der Tränenfilm verdunstet schneller und die Augenoberfläche wird ungleichmäßig benetzt.
Dauerndes Nahsehen beansprucht zudem die Scharfstellung der Augen. Nach längerer Arbeit kann der Wechsel vom Bildschirm in die Ferne vorübergehend erschwert sein.
Unterbrechen Sie längere Naharbeit und richten Sie den Blick bewusst auf weiter entfernte Gegenstände.
Mehrere langsame, vollständige Lidschläge verteilen den Tränenfilm neu auf der Augenoberfläche.
Ausreichender Betrachtungsabstand, gut lesbare Schrift, passende Beleuchtung und geringe Spiegelungen entlasten die Augen.
Eine nicht passende Nah- oder Arbeitsplatzbrille kann Beschwerden deutlich verstärken.
Begleitbeschwerden
Kopfschmerzen und Sehunschärfe können bei einer nicht korrigierten Fehlsichtigkeit, Überanstrengung der Augen, Migräne, Blutzuckerschwankungen oder einem erhöhten Augeninnendruck auftreten. Entscheidend sind Beginn, Verlauf und weitere Symptome.
Kopfschmerzen treten häufig nach längerer Naharbeit auf. Die Beschwerden bessern sich meist durch Pausen oder eine passende Sehhilfe.
Flimmernde oder gezackte Muster entwickeln sich häufig über mehrere Minuten, wandern durch das Gesichtsfeld und bilden sich meist wieder zurück.
Ein stark schmerzendes und gerötetes Auge, Lichthöfe, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sind ein Notfall.
Plötzliche starke Kopfschmerzen zusammen mit Seh-, Sprach-, Gefühls- oder Bewegungsstörungen erfordern sofortige Notfallhilfe.
Tageszeit
Kurzzeitige Unschärfe nach dem Aufwachen kann durch einen instabilen Tränenfilm, getrocknetes Sekret am Lidrand, Schlafen mit teilweise geöffneten Augen oder Kontaktlinsen entstehen. Auch Veränderungen der Hornhaut können morgens stärker auffallen.
Während des Schlafs wird nicht geblinzelt. Bei unvollständigem Lidschluss kann die Augenoberfläche zusätzlich austrocknen.
Krusten, Schuppen und veränderte Drüsensekrete können den Tränenfilm nach dem Aufwachen beeinträchtigen.
Nicht dafür zugelassene Kontaktlinsen sollten niemals über Nacht getragen werden. Schmerzen oder Rötung nach dem Schlafen mit Linsen müssen rasch abgeklärt werden.
Hält die Sehverschlechterung länger an oder tritt sie regelmäßig nur auf einem Auge auf, ist eine augenärztliche Untersuchung sinnvoll.
Symptome vergleichen
Häufig sind trockene Augen, Umweltreize oder eine gereizte Hornhaut beteiligt.
Zum Ratgeber „Brennende Augen“Eine Entzündung, Verletzung, Infektion oder ein erhöhter Augeninnendruck muss ausgeschlossen werden.
Zum Ratgeber „Gerötete Augen“Hornhauterkrankungen, Entzündungen, ein akuter Glaukomanfall oder eine Sehnerventzündung sind möglich.
Lichtempfindlichkeit kann bei Hornhautverletzungen, Hornhautentzündungen, Uveitis oder Migräne auftreten.
Lichtblitze zusammen mit neuen schwarzen Punkten, Schatten oder einem Vorhang können auf einen Netzhautriss oder eine Netzhautablösung hinweisen.
Einzelne länger bestehende Glaskörpertrübungen sind häufig. Viele plötzlich neu auftretende Punkte oder „Rußflocken“ müssen sofort untersucht werden.
Plötzliche Doppelbilder können durch Störungen der Augenmuskeln, Hirnnerven oder des Gehirns entstehen und erfordern eine rasche Abklärung.
Kreislaufprobleme, Migräne oder neurologische Ursachen sind möglich. Sprachstörungen, Lähmungen oder Gangunsicherheit sind Notfallzeichen.
Zusammen mit starken Augenschmerzen, Rötung und Lichthöfen kann Übelkeit auf einen akuten Glaukomanfall hinweisen.
Ein instabiler Tränenfilm, eine Hornhautreizung oder ein Fremdkörper können beide Beschwerden verbinden.
Zum Ratgeber „Tränende Augen“Beschwerden einordnen
Der Selbstcheck hilft, wichtige Angaben für eine medizinische Beurteilung zu sammeln. Er ersetzt keine Untersuchung.
Setzen Sie Ihre übliche Brille auf. Decken Sie ein Auge vorsichtig ab, ohne darauf zu drücken, und betrachten Sie mit jedem Auge denselben Text oder Gegenstand. Notieren Sie, ob ein Auge deutlich schlechter sieht oder Teile fehlen.
Prüfen Sie mit jedem Auge einzeln ein kariertes Muster, Fensterrahmen oder Fliesenfugen. Wirken Linien plötzlich wellig, unterbrochen oder fehlen Bereiche, ist eine rasche augenärztliche Untersuchung notwendig.
Maßnahmen
Selbsthilfemaßnahmen sind nur bei leichter, bekannter und vorübergehender Unschärfe ohne Warnzeichen angemessen.
Wird das Sehen dadurch kurz klarer, kann ein instabiler Tränenfilm beteiligt sein.
Unterbrechen Sie längere Naharbeit und richten Sie den Blick für einige Zeit in die Ferne.
Bei Unschärfe, Rötung, Brennen oder Schmerzen sollten Kontaktlinsen sofort entfernt werden.
Bei bekannter Augenoberflächentrockenheit können geeignete Tränenersatzmittel die Sicht stabilisieren.
Verschmutzte, beschlagene oder zerkratzte Gläser können die Wahrnehmung deutlich beeinträchtigen.
Menschen mit Diabetes sollten bei ungewohnter Sehunschärfe und möglichen Unterzuckerungssymptomen nach ihrem persönlichen Behandlungsplan vorgehen.
Untersuchung
Die Untersuchung richtet sich nach Beginn, Verlauf, Seitenverteilung und Begleitsymptomen. Bei akuten Veränderungen werden gefährliche Ursachen zuerst ausgeschlossen.
Die Sehschärfe wird für jedes Auge getrennt und möglichst mit der vorhandenen Sehhilfe geprüft.
Eine Messung der Brechkraft zeigt, ob Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung oder Alterssichtigkeit beteiligt sind.
Form, Größe und Lichtreaktion der Pupillen können Hinweise auf Erkrankungen des Auges oder Sehnervs geben.
Hornhaut, Bindehaut, vordere Augenkammer, Linse und weitere Strukturen werden vergrößert beurteilt.
Die Druckmessung hilft bei der Beurteilung eines möglichen Glaukoms.
Nach Erweiterung der Pupille können Netzhaut, Makula, Blutgefäße und Sehnervenkopf untersucht werden.
Eine Gesichtsfeldmessung zeigt, ob bestimmte Bereiche des Sehens fehlen oder eingeschränkt sind.
Eine OCT-Untersuchung stellt feine Schichten von Netzhaut und Sehnerv bildlich dar.
Bei Doppelbildern, Gesichtsfeldausfällen oder weiteren neurologischen Beschwerden werden unter anderem Kraft, Gefühl, Sprache, Koordination und Reflexe geprüft.
Je nach Verdacht können Ultraschall, CT, MRT, Gefäßdiagnostik oder Blutuntersuchungen erforderlich sein.
Sicherheit
Eine Kontrolle ist sinnvoll, wenn die Sehschärfe schleichend nachlässt, die vorhandene Brille nicht mehr ausreicht oder wiederkehrende Unschärfe den Alltag beeinträchtigt.
Eine innerhalb von Tagen zunehmende Sehverschlechterung, verzerrtes Sehen oder eine neue einseitige Veränderung sollte zeitnah augenärztlich beurteilt werden.
Rötung, Schmerzen, Lichtscheu, auffällige Pupillen, Kontaktlinsenbeschwerden oder Schmerzen bei Augenbewegungen erfordern eine rasche Untersuchung.
Bei Verdacht auf einen Schlaganfall oder eine andere akute neurologische Störung muss sofort der Rettungsdienst gerufen werden. Betroffene sollten nicht selbst fahren.
Weiterführende Informationen
Überblick über häufige Augenprobleme und wichtige Warnzeichen.
Zum Ratgeber „Augen“Ein instabiler Tränenfilm verursacht häufig wechselnde Sehunschärfe.
Zum Ratgeber „Trockene Augen“Brennen und Unschärfe können bei trockener oder gereizter Augenoberfläche gemeinsam auftreten.
Zum Ratgeber „Brennende Augen“Sehverschlechterung zusammen mit Rötung kann auf eine behandlungsbedürftige Entzündung hinweisen.
Zum Ratgeber „Gerötete Augen“Tränenfluss und schwankende Sicht können bei einem gestörten Tränenfilm zusammen auftreten.
Zum Ratgeber „Tränende Augen“Lidschwellung, Schmerzen und Sehprobleme können bei Infektionen rund um das Auge auftreten.
Zum Ratgeber „Geschwollene Augenlider“FAQ
Plötzliches verschwommenes Sehen kann durch eine Hornhautverletzung, Netzhauterkrankung, einen Gefäßverschluss, einen akuten Druckanstieg oder eine neurologische Störung entstehen. Es muss sofort abgeklärt werden.
Einseitige Unschärfe kann durch die Hornhaut, Linse, Netzhaut oder den Sehnerv verursacht werden. Bei neuem oder plötzlichem Auftreten ist eine rasche Untersuchung nötig.
Ja. Ein instabiler Tränenfilm kann die Lichtbrechung verändern. Typisch ist, dass die Sicht nach dem Blinzeln vorübergehend klarer wird.
Der Lidschlag verteilt den Tränenfilm neu. Eine kurzfristige Besserung spricht deshalb häufig für eine Störung der Augenoberfläche oder des Tränenfilms.
Ja. Selteneres Blinzeln, ein trockener Tränenfilm und dauerndes Nahsehen können vorübergehende Unschärfe und Augenbelastung verursachen.
Mögliche Ursachen sind trockene Augen über Nacht, Lidrandentzündungen, Sekret auf der Augenoberfläche oder Veränderungen der Hornhaut.
Ja. Eine nicht passende Stärke oder Zentrierung kann zu Unschärfe, Kopfschmerzen, Augenbelastung und Schwindelgefühl führen.
Mögliche Ursachen sind Fehlsichtigkeit, Augenbelastung, Migräne oder ein erhöhter Augeninnendruck. Plötzliche starke Kopfschmerzen mit neurologischen Symptomen sind ein Notfall.
Eine Migräneaura entwickelt sich häufig allmählich mit Flimmern oder Zickzackmustern und bildet sich wieder zurück. Eine sichere Unterscheidung ist bei erstmaligen oder atypischen Beschwerden nur medizinisch möglich.
Plötzlich neue Lichtblitze, zahlreiche Punkte, Rußflocken, Schatten oder ein Vorhang können auf einen Netzhautriss oder eine Netzhautablösung hinweisen und müssen sofort untersucht werden.
Ja. Schwankende Blutzuckerwerte können die Brechkraft der Linse verändern. Langfristig kann Diabetes außerdem die Netzhaut schädigen.
Beim schnellen Aufstehen kann ein vorübergehender Blutdruckabfall zu Schwarzwerden vor den Augen, Benommenheit oder kurzzeitiger Sehunschärfe führen.
Bei ungeklärter, akuter oder deutlicher Sehverschlechterung sollte nicht gefahren werden. Das gilt besonders bei Doppelbildern, Gesichtsfeldausfällen und neurologischen Beschwerden.
Ein Notfall liegt insbesondere bei plötzlichem Beginn, starkem Sehverlust, Gesichtsfeldausfällen, Lichtblitzen, starken Schmerzen, Doppelbildern oder neurologischen Symptomen vor.
Neue, anhaltende, wiederkehrende oder zunehmende Unschärfe sollte untersucht werden. Bei plötzlichem Beginn oder Warnzeichen ist eine sofortige Abklärung erforderlich.
Medizinische Grundlagen
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine individuelle Diagnose, Untersuchung oder Behandlung durch medizinisches Fachpersonal.